Informationen aus Partei und Fraktion
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe CDU-Mitglieder,
das Jahr neigt sich dem Ende und wie gewohnt möchten wir Ihnen von der Partei- und Fraktionsarbeit des letzten halben Jahres berichten.
Allen Grund zum Dank: Franz Hoof im Ruhestand
Fast 28 Jahre war Franz Hoof erfolgreich für die Stadt Geseke tätig als am 30.6.2011 seine dritte Amtsperiode als Erster Beigeordneter endete. Als Kämmerer steht sein Name für sparsame und wachstumsorientierte Finanzpolitik, als Wirtschaftsförderer für die Gewerbegebiete Ost, Mitte und Süd sowie den Drivers‘ Park an der Autobahn. Zudem engagierte sich Franz Hoof auch sehr für ein familienfreundliches Geseke. Die Partei und besonders die Fraktion bedanken sich für die jahrzehntelange hervorragende Zusammenarbeit mit unserem Parteifreund Franz Hoof und wünschen ihm einen erfüllten Unruhestand, viel Zeit für seine Familie und Hobbys sowie alles Gute!
Personeller und strukturelle Veränderungen in der Stadtverwaltung
Nach dem Ausscheiden von Franz Hoof hat unser Bürgermeister Franz Holtgrewe die Stadt-verwaltung neu organisiert. Seitens des Stadtrats wurde auf das Amt eines Ersten Beigeordneten verzichtet. Seit Sommer existieren noch 2 Fachbereiche. Wir erreichen durch diese Verschlankung mehr Bürgernähe und kürzere Entscheidungswege. In einem Fachbereich ist Herr Wulf mit seinen Mitarbeitern zuständig für Wirtschaftsförderung, Finanzen, Bauen und Abwasser, den anderen Fachbereich leitet weiterhin Herr Schumacher. Dort reicht das Aufgabenspektrum von Schule und Sport bis Kultur und Familie, sowie vom Ordnungsamt bis zum Stadtarchiv. Als neuen Kämmerer konnte im Herbst Herr Herber bestellt werden. Der 45-jährige Geseker war bislang im Finanzbereich der Stadt Hamm tätig. Wir wünschen Herrn Herber viel Erfolg bei seiner schwierigen neuen Aufgabe.
Das liebe Geld: der Haushalt 2012
Im Jahr 2012 plant die Stadt mehr als 30 Mio. € auszugeben. Die größten Auszahlungsposten sind die Kreisumlage mit 13,4 Mio. € (inkl. Jugendamtsumlage) und das Personal mit 5,2 Mio. €. Die Einnahmen werden primär aus den folgenden Blöcken bestehen: dem städtischen Anteil an der Einkommenssteuer (5,7 Mio. €), der Gewerbesteuer (5,5 Mio. €), den Schlüsselzuweisungen (4,7 Mio. €) durch das Land und der städtischen Grundsteuer B (2,2 Mio. €). Die Schlüsselzuweisungen vom Land NRW sind in einem Jahr um 4,1 Mio. € zurückgegangen, während die Kreis- und Jugendamtsumlage deutlich gestiegen sind. Insgesamt kann der Haushalt 2012 nur durch Inanspruchnahme der Ausgleichsrücklage und der allgemeinen Rücklage ausgeglichen werden. Nachdem wir die Schulden der Stadt Geseke in den letzten Jahren deutlich abgebaut hatten, müssen im Jahr 2012 nun wieder mehr Schulden (5,8 Mio. € auf insgesamt 24,3 Mio. €) ) gemacht werden. Um die Schulden nicht noch stärker steigen zu lassen, hat sich die CDU ebenso wie alle anderen im Rat vertretenen Parteien dafür ausgesprochen, die städtischen Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuern anzuheben.
Die Anhebung der Hebesätze ist zudem aus einem weiteren Grund nicht mehr abwendbar. Der Landtag hat im Mai 2011 gegen die Stimmen der CDU das neue Gemeindefinanzierungsgesetz (GFG) be-schlossen. Dort wurden die sogenannten fiktiven Hebesätze angehoben. Jede Gemeinde, die mit ihren Hebesätzen unter den fiktiven Hebesätzen bleibt, verzichtet damit aus Landessicht freiwillig auf Einnahmen. Dieser freiwillige Einnahmeausfall wird dann nicht durch höhere Schlüsselzuweisungen gedeckt. Anders ausgedrückt: Das Land leitet die Kommunen an, mindestens die fiktiven Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer anzusetzen. Wie fast alle anderen Kommunen im Land, die noch unten den fiktiven Hebesätzen lagen, werden wir für 2012 die Hebesätze nun anheben (müssen): 220% für die Grundsteuer A und 419% für Grundsteuer B und Gewerbesteuer.
Der Haushalt 2012 sieht die folgenden Straßenbaumaßnahmen vor:
Ausbau Huchtweg: 430.000 €
Ausbau Schlaunstraße: 280.000 €
Ausbau der östlichen Ringstraße: 220.000 €
Endausbau Am Feldbach: 210.000 €
Wo stehen wir eigentlich beim Thema…
Schonlau? Zur Erinnerung… Die Fa. Schonlau plant das Werksgelände zu arrondieren. Der Verkehr soll um das dann geschlossene Werksgelände herumgeführt werden. Hierzu würde die Fa. Schonlau eine neue Straße bauen, die das Gelände in einem Bogen umfährt.
Die Planungen und Gutachten der Fa. Schonlau liegen seit Monaten beim Regierungs-präsidenten zur Prüfung. Entgegen der eingereichten Planungen halten wir einen vorhaben-bezogenen Bebauungsplan für sinnvoll, damit im Geseker Stadtrat entschieden werden kann wie 150 Arbeitsplätze gesichert und die Belange der Anwohner geschützt werden können.
DSL-Ausbau? Zur Erinnerung… Weite Teile der Stadt können heute nicht breitbandig oder nur mit geringen Geschwindigkeiten im Internet surfen. Betroffen sind primär die Ortsteile aber auch verschiedene Gewerbegebiete.
Wir haben bei der Deutschen Telekom für 200.000 € einen VDSL-Ausbau (= bis zu 50 Mbit/s) für Ehringhausen, Langeneicke und Mönninghausen in Auftrag gegeben. Das Projekt wird zu 90% gefördert, so dass für Geseke 20.000 € an Eigenmitteln anfallen. Der Ausbau soll im Frühjahr 2012 beginnen. Zudem hat Vodafone zwischen Ehringhausen und Mönninghausen und an der Autobahn LTE-Funkmasten installiert, die Bandbreiten von bis zu 25 Mbit/s ermöglichen. Auch hat zwischenzeitlich Unitymedia Teile seines Kabelnetzes aufgerüstet (bis zu 100 Mbit/s).
Umzug der Verwaltung ins Franziskanerkloster? Zur Erinnerung… Das bestehende Gebäude der Stadtverwaltung ist zu klein und hat keine behindertengerechten Zugänge. Der Landschafts-verband Westfalen-Lippe (LWL) sucht eine sinnvolle Möglichkeit zur weiteren Nutzung des leerstehenden und denkmalgeschützten Klosters an der Bachstraße.
Stadt und LWL haben gemeinsam ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass die Machbarkeit und die Kosten eines Umbaus beziffern soll. Aufgrund der umfangreichen denkmal- und brandschutzbedingten Untersuchungen ist das Gutachten noch nicht abgeschlossen. Sicher ist aber nach wie vor: ohne substanzielle Unterstützung durch den LWL oder andere werden wir uns eine „Klosterlösung“ für die Stadtverwaltung nicht leisten können.
Standortplanung Bauhof? Zur Erinnerung… Der städtische Bauhof in Ehringhausen ist zu klein und stark sanierungsbedürftig. Über einen Umzug auf ein größeres Gelände und einen verkehrs-günstigeren Standort wird seit langem nachgedacht.
Die ersten Ergebnisse des Gutachtens liegen vor. Das Beratungsbüro hat unseren Bauhof mit anderen Bau- und Betriebshöfen verglichen. Unser Bauhof arbeitet sehr effizient, der Krankenstand ist sehr niedrig, der Fuhrpark kostenoptimal – nur die Fahrtzeiten & -kosten sind deutlich zu hoch. Das Beratungsbüro sucht nun einen optimalen Standort.
Aufzüge am Bahnhof? Zur Erinnerung… Seit Jahren wünschen sich Seniorenunion, Fraktion und Partei einen barrierefreien Weg zum Gleis 2 am Geseker Bahnhof. Hierzu sind 2 Aufzüge notwendig oder eine Rampenlösung ähnlich wie in Ehringhausen.
Nachdem unser langgehegter Wunsch durch Fördermittel in Höhe von 690.000 € und einen Eigenanteil von ca. 400.000 € in greifbare Nähe zu rücken schien, um der Deutschen Bahn zwei Aufzüge zu bauen, kam dann im Laufe des Jahres die Forderung der Bahn den laufenden Unterhalt auch noch jährlich mit 40.000 € (= 110 € pro Tag) zu bezahlen. Hätten wir die sehr teuren Aufzüge aufgrund der Förderung noch verantworten können, erschien uns (und allen anderen Fraktionen) die Übernahme von derartig hohen laufenden Kosten als zu teurer. Die Bahn hätte bei dieser Lösung weder die hohe Investition noch den teuren Unterhalt bezahlt, obwohl ihr der Aufzug gehört. Nun prüft die Bauverwaltung nochmals intensiv die Machbarkeit der Rampenlösung.
Neubau des Altenheims an der Haholdstraße? Zur Erinnerung… Der Träger will das bestehende Altenheim abreißen nachdem im Garten des heutigen Geländes (an der Hahgasse) ein Neubau errichtet wurde. Über den Plan und besonders über das Aussehen des Neubaus gab es umfangreiche Diskussionen.
Der Neubau muss erfolgen, weil das bestehende Gebäude in wenigen Jahren die dann gültigen Bestimmungen für Pflegeheime nicht mehr erfüllt. Ein Umbau des bestehenden Gebäudes wäre deutlich teurer als ein Neubau. Dem Abriss haben auch die Denkmalschützer zugestimmt. Beim Neubau war lange strittig, ob wie geplant ein Flachdach oder wie von vielen Bürgern und Ratsmitgliedern gewünscht, ein Satteldach gebaut werden soll. Schlussendlich hat man sich einmütig auf den Bau einer Walmdachkonstruktion verständigt. Der Investor plant momentan gerade um, so dass der Neubau noch im Jahr 2012 beginnen kann.
Ganz aktuell: Stadion an der Kreuzbreite und Rabenfittich
In den letzten Tagen ging es hoch her. Eine durch die BG angestoßene Diskussion im Hauptausschuss (sofortige Kündigung des Nutzungsvertrages und spätere Schließung des Stadions) führte zu folgendem (deutlich abgemilderten) Beschluss, den alle Parteien mitgetragen haben: an der Kreuzbreite wird zunächst nur noch die Verkehrssicherungspflicht erfüllt. Die Verträge mit dem SV03 bezüglich der Nutzung der Kreuzbreite werden aber nicht gekündigt. Die vertragsgemäße Nutzung der Kreuzbreite kann bis auf weiteres im vollen Umfang fortgeführt werden. Nun kann niemand in Anbetracht der Finanzlage der Stadt Bestandsgarantien für städtische Einrichtungen abgeben, aber der Schließung einer wichtigen Sportstätte wird die CDU-Fraktion nicht ohne ein schlüssiges Gesamtkonzept zustimmen, das mit allen Beteiligten diskutiert wird. Konkrete Gespräche haben bereits begonnen. Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden…
Schwerpunkt Schule: Die Partei- und Fraktionsarbeit im neuen Jahr
Inhaltich wollen sich Stadtverband und Fraktion im Jahr 2011 besonders auf die Schullandschaft in Geseke und ihre Weiterentwicklung konzentrieren. Wir verfügen über 4 Grundschulen sowie 3 weiterführende Schulen. Diese Schullandschaft funktioniert heute bestens, doch in Zukunft werden die Schülerzahlen spürbar sinken. Wir wollen eine Situation vermeiden, in der uns die Bezirksregierung zwingt Schulen zu schließen oder zusammenzulegen. Daher soll im Jahr 2012 ein intensiver Diskussions-prozess stattfinden, zu dem wir Sie herzlich einladen. Zum Auftakt planen der Stadtverband und die Ortsunion der Kernstadt einen Vortrag, der uns mit dem aktuellen Landesschulgesetz vertraut macht. Im zwischen CDU, SPD und Grünen auf Landesebene geschlossenen „Schulfrieden“ ist beispielsweise die neue Schulform „Sekundarschule“ festgeschrieben. Im weiteren Verlauf des Jahres wollen wir Ihnen dann die konkrete Lage in Geseke vorstellen und innerhalb der Partei sowie mit den Bürgern diskutieren, wie wir Geseke bestens positionieren.
Im Jahr 2012 beginnt zudem der Vorwahlkampf für die Kommunalwahl im ersten Halbjahr 2014. Der Stadtverband plant gemeinsam mit der Fraktion ein Wahlprogramm zu erarbeiten, indem die inhaltlichen Schwerpunkte festlegt werden.
Für Fragen stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung.
Abschließend möchten wir Ihnen und Ihrer Familie eine schönes und besinnliches Weihnachtsfest, einen „Guten Rutsch!“ und viel Erfolg für das neue Jahr wünschen!
Remco van der Velden
Stadtverbandsvorsitzender
Thomas Kersting
Fraktionsvorsitzender