“So viel Rückenwind für Windernergie gab es noch nie – allerdings liegen die Probleme im Detail.”
CDU bespricht Ausbaumöglichkeiten für Windkraft mit Geseker Windradbetreibern
Geseke. Eine Delegation der CDU-Fraktion stattete dem Geseker Windpark am Hölter Berg einen Informationsbesuch ab. “Wenn die Energiewende wirklich gelingen soll, dann geht das nur über mehr Strom aus Wind.” In dieser Aussage waren sich die Vertreter der “Geseker Windmüller” um Heinrich Tillmann, Geschäftsführer der Planungs- und Betreibergesellschaft für sieben Geseker Windkraftanlagen, mit den Politikern einig.
Im Geseker Windpark stehen derzeit 17 Windräder, die überwiegend um die 10 Jahre alt sind und eigentlich bald repowert, also durch weniger und neue leistungsfähigere ersetzt, werden könnten. Doch genau da lägen die Probleme im Detail erfuhren die CDU-Ratsmitglieder unter Führung ihres Fraktionsvorsitzenden und des heimischen Landtagsabgeordneten Werner Lohn. “Wir planen derzeit zwei neue Windräder im Süden des Windparks, konnten aber bis heute von der zuständigen Luftaufsicht bei der Bezirksregierung Münster zum Beispiel nicht in Erfahrung bringen, ob es Höhenbegrenzungen wegen des nahegelegenen Fulghafens gibt”, verdeutlicht Franziskus Kampik ein sehr konkretes Problem. Außerdem sei es schwierig, die Einzelinteressen der verschiedenen Grundstückseigentümer und anderer Windradbetreiber unter einen Hut zu bekommen. Genau das sei aber Voraussetzung für ein erfolgreiches Repowering und eine sinnvolle Zukunftsplanung für den Windpark. Werner Lohn wies darauf hin, dass es derzeit von allen Seiten viel politischen Rückenwind für die Windernergie gebe. Auf Bezirksregierungsebene werde an einem “Regionalplan Energie” gearbeitet werde, der windkraftgeeignete Bereiche ausweisen soll, die dann von den Kommunen vor Ort im Detail umgesetzt werden können. “Windvorrangflächen, wie zum Beispiel der Geseker Windpark, müssen künftig so sinnvoll überplant werden, damit nicht ein Windbauer dem anderen den Wind abgraben kann.” Auch diese Aussage werden die Geseker CDU-Politiker mit ins Rathaus nehmen. Fraktionschef Kersting signalisierte: “Wir werden uns im Rat in den kommenden Monaten und Jahren im Zeichen der Energiewende sicher intensiv mit Windenergie in und für Geseke beschäftigen müssen. Dafür war der heutige Informationsbesuch eine gute Grundlage und wir werden mit unseren Geseker Windkrafterzeugern im Gespräch bleiben.”
Heinrich Tillman und Franziskus Kampik erläutern das Innenleben einer Windkraftanlage
Geseker CDU-Delegation unter der Führung von Thomas Kersting (3.v.l.) und Werner Lohn (6. v.l.) vor Ort im Gespräch mit den Geseker Windkrafterzeugern um Heinrich Tillmann (4. v.l.)

