Franziskaner Kloster überrascht und begeistert

“Umbau zur Stadtverwaltung ist nur möglich, wenn erhebliche Fördermittel fließen.”

Geseke. “Bevor die Gerüchte über einen möglichen Umzug der Stadtverwaltung in das denkmalgeschützte Franziskaner Kloster an der Bachstraße (wir berichteten bereits darüber) weiter ins Kraut schießen, wollen wir uns vor Ort einen Eindruck verschaffen und für möglichst klare Information der Öffentlichkeit sorgen.” , leitete der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Kersting den Rundgang durch Kloster und die benachbarte Klosterkirche ein. Nach einem  beeindruckenden Vortrag über Bedeutung und Geschichte des bereits im 16. Jahrhundert gegründeten Klosters, “das mit bis zu 32 Mönchen auch eine hohe regionale Ausstrahlung” hatte, führte Referatsleiter Georg Fehlauer vom Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) als Eigentümervertreter durch das dreigeschossige Klostergebäude aus dem Jahr 1691. Sowohl die CDU-Stadtratsfraktion als auch zahlreiche hinzugekommene interessierte Teilnehmer an dieser öffentlichen Veranstaltung waren “überrascht und begeistert, welch historisches Bau-Ensemble sich mitten in unserer Stadt befindet” berichtet CDU-Sprecher Werner Lohn. Architekt Markus Smolin, der im Auftrag des LWL und der Stadt eine Bestandsaufnahme und Machbarkeitsstudie erstellt hat, erläuterte, dass die Stadtverwaltung in ihrem bisherigen Gebäude und auch am 2. Standort im Alten Rathaus am Teich aus allen Nähten platze und keine vernünftigen Arbeitsbedingungen habe geschweige denn z.B. über einen Aufzug für gehbehinderte Besucher verfüge. Das sei ein “unakzeptables Provisorium”. Bürgermeister Franz Holtgrewe verdeutlichte: “Es muss daher was getan werden, um die Situation zu verbessern. Ob das allerdigs ein Um- und Anbau am bisherigen Standort ist oder ob eventuell tatsächlich ein Umzug in das Kloster in Frage kommt, ist überhaupt noch nicht entschieden.”, Möglich wären im Kloster -so Smolin- ca. 1800 qm Bürofläche, die sich inklusive eines Anbaus von ca. 200 qm an der Südseite des Gebäudes, wo dann auch der Eingangsbereich wäre, ergäben.

“Die zentrale Frage für die Machbarkeit eines aus vielen Gründen sicherlich wünschenswerten Umzugs in das Kloster ist, ob erhebliche Fördermittel vom Land, vom LWL oder sonstiger Stelle fließen. Bei prognostizierten Kosten von 3 bis 3,5 Mio. Euro können und wollen wir das allein nicht stemmen.”, so der Standpunkt der CDU-Fraktion. Auf Vermittlung des heimischen Landtagsabgeordneten Werner Lohn hat im Landtag bereits ein erstes Gespräch des Bürgermeisters mit Landesbauminister Lutz Lienenkämper (CDU) stattgefunden. Zu den Förderaussichten könne man aber realistischerweise noch nichts sagen. Das kürzlich beschlossene “Innenstadt-Konzept” für Gesekes historische Altstadt könne dabei aber von besonderen Bedeutung sein. “Die im Haushalt 2010 vorgesehen Finanzmittel kommen nur dann zum Tragen, wenn es tatsächlich zu der angestrebten erheblichen Förderung kommt.” stellt CDU-Fraktionschef Kersting abschließend klar.

Die CDU-Fraktion mit LWL-Referatsleiter Georg Fehlauer, Landtagsabgeordnetem Werner Lohn, Fraktionschef Thomas Kersting und Bürgermeister Franz Holtgrewe (1.-4.v.l.vorne) und interessierten Besuchern im Atrium des Franziskanerklosters

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